CIE LE CERCLE ESSENTIEL - Ausgestellt & RÉSISDANSE!
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Ausgestellt

20.03 16:15 Uhr

Tanz- und Theaterschule Burgdorf

Dauer: ca. 30 Minuten

Eintritt: Kollekte

Infos: https://www.facebook.com/urban.afro.contemporary.project/

 

«20 n**** ce soir, à 6 heures à la gare» - so lautete die Werbung für eine Völkerschau 1896 in Genf (NZZ, 2016).

 

Sechs Schwarze und weisse[1] Menschen nähern sich tanzend und musizierend dem Thema Rassismus und koloniale Geschichte der Schweiz an. Ausgehend von den Völkerschauen suchen sie nach Möglichkeiten, diese exotisierenden, abwertenden Blicke auf die vermeintlich «Wilden, Ursprünglichen» (NZZ, 2016) tänzerisch umzusetzen. Dabei geht es insbesondere darum, sichtbar zu machen, wie über Blicke und Positionierungen im Raum bereits Hierarchie hergestellt werden kann. Wer bestimmt darüber, wo sich welche Person bewegen kann, was sie darstellen darf? Wie wird die Grenze zwischen Eigenem und Fremdem gezogen und dem Fremden die Gleichwertigkeit abgesprochen?

Fussnote: [1] Schwarz ist eine Selbstbezeichnung und wird grossgeschrieben um zu verdeutlichen, dass es sich um ein gesellschaftliches Konstrukt handelt und nicht um ein biologisch festgeschriebenes Merkmal (Bla*Sh, o.J). weiss wird kursiv geschrieben, um zu verdeutlichen, dass auch dies ein gesellschaftliches Konstrukt ist.

Idee, Konzept, Tanz, Musik: Pascale und Noëlle Altenburger, Vieux Daffé, Sandra Gonzalez, Vivianne Günter, Lilian Stettler. In Zusammenarbeit mit Filbert Tologo (Choreograf) und Marianne Naeff (Moderation Nachgespräch)

RÉSISDANSE!

25.03 12:30 & 15:30

26.03 16 Uhr & 19 Uhr

Treffpunkt: Kirche St. Peter und Paul, Rathausgasse 2, 3011 Bern

Dauer: ca. 40 Min
Eintritt: Kollekte

"Respect my existence or expect my resistance" (Plakat an einer BLM Kundgebung)

Mit "RÉSISDANSE!" begibt sich le cercle essentiel tanzend, musizierend und performend auf die Spuren der Auswirkungen von Kolonialismus, Sklavenhandel und Rassismus. Der Einfluss der Kirche, der Kolonialmächte, der Wissenschaft - aber auch die Rolle der Schweiz, die in vielfältiger Weise vom transatlantischen, kolonialen Ausbeutungssystem profitierte - dienen als Basis fürs Stück. Einen besonderen Aspekt beleuchtet le cercle essentiel: Die verschleppten Menschen und ihre Nachfahren waren nicht einfach willenlos und unterwürfig. Widerstand formte sich von Beginn an, sei es durch Suizid auf dem Sklavenschiff, Flucht, Rituale, Verweigerung oder Revolten.

Credits: Yorgenis Danger Garcia, Izabel Barros, Meisterbeatz, Anna Blöchlinger und Kleindarsteller*innen- Support.

Unterstützt durch: Migros Kulturprozent, Christkatholische Kirche Bern und private Gönner*innen

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